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Baumaßnahmen Sülldorfer Kirchenweg

Liebe Sülldorfer und Blankeneser Nachbarn am Sülldorfer Kirchenweg,

ich wende mich heute an Sie bezüglich der geplanten umfangreichen Baumaßnahmen am Sülldorfer Kirchenweg. Das Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt vom Bezirksamt Altona beabsichtigt, die Straße auf der gesamten Länge, d.h. von der Sülldorfer Landstraße bis zur S-Bahnbrücke in Blankenese grundinstandzusetzen bzw. erstmalig herzustellen.

Die Planung zu diesem Vorhaben ist bisher noch vorläufig und nicht veröffentlicht.

Es deuten sich allerdings einige besorgniserregende Details an:

So ist geplant,

Dieses Vorhaben und die geplante Vorgehensweise bringen erhebliche, negative Konsequenzen für alle Anwohner und Eigentümer mit sich.

Es handelt sich um ein langwieriges und aufwändiges Bauvorhaben. Die entstehenden Kosten werden zu einem erheblichen Teil auf die Grundstückseigentümer abgewälzt. Je nachdem, ob es sich um Instandsetzung oder Herstellung handelt, ergeben sich unterschiedlich hohe Gebühren.

Man kann davon ausgehen, dass die Behörde den ihr zustehenden Raum maximal nutzen will. Das heißt, dass alle in der Vergangenheit an die Stadt für Straßenbau abgetretenen Grundstücksflächen auch tatsächlich genutzt werden sollen, unabhängig davon, ob sie gebraucht werden oder nicht.

Oder umgekehrt formuliert:

Die Behörde wird auf die Interessen der betroffenen Anlieger nicht besonders Rücksicht nehmen. Die Behörde glaubt, dass, wenn sie ihre Möglichkeiten nicht jetzt maximal nutzt, sie dies zukünftig nicht mehr nachholen kann und ihr diese somit verloren gehen.

Die Idee einer Straßenverbreiterung geht zurück auf einen Teilbebauungsplan aus dem Jahre 1960, zu einer Zeit, als mehrspurige Straßen das städtebauliche Konzept geprägt haben. Vor diesem heute nicht mehr zeitgemäßen Hintergrund mussten Grundstückseigentümer die beanspruchten Flächen an die Stadt abgeben.

Durch die Verbreiterung der Straße treten neben den finanziellen Nachteilen für die direkt betroffenen Anlieger auch ideelle Nachteile für alle Anwohner ein. Der bisher bewahrte Wohncharakter der Straße mit besonders ländlichem, dörflichen Erscheinungsbild wird beeinträchtigt.

Ein mehr städtisches Bild mit einem breiten, begradigtem Verkehrsweg, PKW-Parkstreifen links/rechts wird das Straßenbild prägen. Außerdem steht zu befürchten, dass mehr Verkehr angezogen und dieser beschleunigt wird. Mehr Gefährdung, Lärm und Abgase werden die Folge sein.

Um der Beschleunigung entgegenzuwirken, sind künstliche Verengungen geplant, die den normalen Verkehrsfluss behindern. Diese führen zu Staus in beiden Richtungen mit noch mehr Gefährdung, Lärm und Abgase (insbes. durch anfahrende Busse und Transporter).

Der Sülldorfer Kirchenweg könnte auf diese Weise zu einer regionalen Hauptverkehrsader werden, die als  nächstes Ampelanlagen oder gar Kreisverkehre erfordert. Denn eine deutlich verbreiterte Straße muss gefahrlos zu kreuzen und zu überqueren sein.

Zu einer weiteren „Verstädterung“ wird auch beitragen, dass viele aufwändig angelegte und liebevoll gepflegte Vorgärten stark verkleinert werden, um der breiteren Straße den notwendigen Raum zu geben. Das wiederum stellt einen erheblichen Verlust an Lebensqalität auch für die Allgemeinheit dar. Teilweise werden Grundstücke durch die Stadt zu erwerben sein, wo das bisher noch nicht erfolgt ist. Für einige Anlieger ergibt sich daraus ein zusätzliches Problem.

Um die ursprüngliche Schönheit unserer Wohngegend zu erhalten, muss dieser Entwicklung entgegengetreten werden. Die Planung muss in die richtige Richtung gelenkt werden.

Was dabei „richtig“ ist, sollte nicht allein von den Planungsstrategen am grünen Tisch bestimmt, sondern von den langjährigen Anwohnern in erheblichem Maße mitbestimmt werden.

Es sollte ein Plan entstehen, der schonend mit der knappen Fläche umgeht und den Charakter der Stadtteile Blankenese und Sülldorf erhält. Das kann nur in Form eines Kompromisses geschehen, der einen Ausgleich der unterschiedlichen Interessen herbeiführt.

Ich plädiere dafür, den Ausbau des Sülldorfer Kirchenweges zu vermeiden und statt dessen eine angemessene Instandsetzung zu betreiben.

Demnächst wird der Verkehrsausschuss des Bezirks über den Plan informiert. Diese Sitzung ist öffentlich, allerdings ohne die Möglichkeit einer Einflussnahme. Ihr Termin und Ort ist noch unklar.

Erst nach dieser Sitzung beginnt die politische Auseinandersetzung mit dem Plan. Und auch erst dann kann durch uns Bürger auf die Diskussion eingewirkt, mit unseren Politikern gesprochen und/oder juristische Schritte eingeleitet werden.

Zum Zwecke der Bündelung der Bürgerinteressen habe ich diese Internet-Seite eingerichtet. Gern nehme ich Meinungen und Vorschläge zu dem Thema „Sülldorfer Kirchenweg“ entgegen, sorge für Informationsaustausch und koordiniere Aktivitäten (Nachbarschaftstreffen?). Als Ziel schwebt mir die Bildung einer Interessengemeinschaft vor, die uns Bürger gegenüber der Behörde vertritt. Interessierte Mitstreiter und Unterstützer sind also herzlich eingeladen, sich bei mir zu melden. Nur gemeinsam werden wir etwas bewirken.

Hier finden Sie unser Informationsblatt als PDF.